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Rezension zum Vorburg-Konzert durch Solisten der „Deutschen Kammerphilharmonie Bremen“

5. März 2020 im Konzertsaal der Kreismusikschule Leer

Die Kammerkonzerte in der Kreismusikschule Leer mit Solisten der „Deutschen Kammerphilharmonie Bremen“ finden erfreulicherweise auch in diesem neuen Jahr wieder eine Fortsetzung. Das Jahr 2020 ist bekanntlich mit zahlreichen Veranstaltungen in der Kulturwelt dem Gedenken des 250.Geburtsjahres des schon zu seinen Lebzeiten für die Nachwelt wegweisenden Komponisten Ludwig van Beethoven gewidmet. Im Konzert am 5.März wurde in diesem Zusammenhang thematisch auch das persönliche geistige Umfeld des Komponisten beleuchtet unter dem Programm-Motto: „Beethovens prominente Schüler“.

Diese in mehrfacher Hinsicht gelungene Programm-Auswahl wurde untermauert durch zahlreiche historische Bezüge und anschauliche Anekdoten, die der Pianist Clemens Rave erläuternd zu jedem Komponisten und dessen Persönlichkeit und Werk beisteuerte. Das Trio Es-Dur für Querflöte, Klavier und Violoncello von Ferdinand Ries, der nicht nur einer der begabten Schüler Beethovens war, sondern später auch dessen emsiger Mitarbeiter, wies in seiner eigenständigen Ideenvielfalt weit über ein bloßes „Epigonentum“ dieses Komponisten hinaus.

Eine ebenso spürbare Eigenständigkeit ließ Carl Cernys temperamentvolles „Rondoletto concertant“ für Flöte, Klavier und Cello erkennen, das in köstlicher Frische dargeboten und von den Zuhörern entspannt genossen wurde.

Zwischendurch sodann – gewissermaßen als „Orientierungs-Richtschnur“ – Beethovens Sonate g-Mol für Klavier und Violoncello. Differenzierende Dynamik im Klavieranschlag und in den expressiven Phrasierungen des Cellisten Marc Froncoux kennzeichnete die dramatisch anspruchsvolle Themendurchführung dieses Werks.

Bettina Wild zauberte sodann auf der Alt-Querflöte solistisch das kontrastreiche, mit „Mystérieux“ überschriebene „To the Sea“ des zeitgenössischen Schweizer Komponisten Xavier Dayer. Hier fanden sich Ideen-Anklänge an Olivier Messiaens „Gesang der Vögel“, wenn geheimnisvoll raunende Tieftöne oder hohe, sich überschlagende Kapriolen die Luft durchschwirrten.

Dass der Meister Beethoven nicht nur grüblerischen Pathos entfaltete, sondern durchaus auch humorigen Dingen nicht abgeneigt, war wurde in dem abschließenden Trio B-Dur im launigen Variations-Satz „Gassenhauer“ deutlich.

Die erlebte unterschiedliche Vielfalt der gehörten Werke veranlasste die Zuhörer zu langanhaltendem, dankbaren Beifall, der von Bettina Wild, Alt-Querflöte, wiederum solistisch mit dem Gospel-inspirierten „My Lord, coming in a Cloud“ der afro-amerikanischen Komponistin Undine Smith-Moore stimmungsvoll beantwortet wurde.

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