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Vorburg-Konzert durch Solisten der „Deutschen Kammerphilharmonie Bremen“

26. Oktober 2019

„Musikalischer Spaß“, so lautet das Motto des aktuellen Konzert-Programms, mit dem sich die Solisten der „Deutschen Kammerphilharmonie Bremen“ in der diesjährigen Herbst-Saison an verschiedenen Orten präsentieren. Dankenswerterweise kam auch Leer aktuell wieder in den Genuss eines solch hochkarätigen Konzerts, das am vergangenen Wochenende im Saal der Evenburg-Vorburg stattfand.

Begrüßenswerte Neuerung bei diesem Anlass war, dass schon am Nachmittag vor dem Konzert zwei Solisten des Ensembles: Marc Froncoux und Sebastian Steinhilber – für interessierte Schüler der Kreismusikschule einen Kammermusikworkshop anboten. Dieses Angebot, auf das die Schüler im Vorfeld von ihren hiesigen Lehrkräften rechtzeitig vorbereitet wurden, fand offensichtlich erfreulich lebhaften Anklang!

„Auf höchstem Niveau beste Unterhaltung zu bieten: diese Kunst beherrschten die Komponisten der Wiener Klassik wie wenige andere“, – so der einleitende Satz im aktuellen Programmheft, der sich zugleich auf den ersten Komponisten dieses Programms bezog. Mozarts „Divertimento für Streicher“ erlebte in diesem überaus vitalen Einstieg des Abends eine höchst vitale Umsetzung des Notentextes. Die in diesem Werk führende 1.Violinistin Zuzana Schmitz-Kulanova verstand es, ihren Part auf geradezu leidenschaftlich-hingebungsvolle Weise zu gestalten.

Allgemein heutzutage leider nicht so bekannt der Komponist George Onslow, den man auch den „französischen Beethoven“ nannte. Sein Streichquintett c-Moll offenbarte den Zuhörern einen vielgestaltigen Reichtum an eingängigen Themenverarbeitungen. Wiederum beispielhaft zu nennen ist die in allen Werken des Programms minuziös aufeinander reagierende gestalterische Korrespondenz der Musiker untereinander!

Kontrastreiche Erweiterung lieferte sodann naturgemäß die Einbeziehung des von Rie Koyama betörend virtuos gespielten Fagotts. Die klanglichen Eigenheiten und der erstaunlich weite Tonumfang dieses Instruments ermöglichen bei Bedarf jene melodischen Kapriolen, die den „musikalischen Spaß“ nachhaltig untermauern und ihm angelegentlich auch dem Spitznamen „Clown des Orchesters“ eintrugen. Bestens bedient wurden diese spielerischen Möglichkeiten denn auch durch die in diesem Konzert zu hörenden Kompositionen von Éduard Dupuy, Carl Maria von Weber und Jean Françaix. Hier genossen sowohl die Zuhörer als auch die Solistin selbst immer wieder die wirkungsvollen Auftritte von Rie Koyama, die beim letzten Werk in einem geradezu purzelbaumartigen Schluss-Furioso gipfelten, das von einem ebenso furiosen Schluss-Applaus der Zuhörer stürmisch belohnt wurde.

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