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Vorburg-Konzert mit der „Deutschen Kammerphilharmonie Bremen“

8. November 2018

Nach längerer Pause fanden sich unter lebhaftem Besucher-Zuspruch aktuell wieder einmal die Solisten der „Deutschen Kammerphilharmonie Bremen“ im Konzertsaal der Evenburg-Vorburg zu einem – wie immer exzellent dargebotenen – Kammerkonzert ein. Musikschulleiter Heinz Gassenmeier versicherte in seiner Begrüßung, dass man dem erklärten Publikumswunsch nach einer gesicherten Fortsetzung dieser hochkarätigen Veranstaltungsreihe der Sparte Klassik nach Möglichkeit nachkommen werde.

Das von den vier Solisten Ulrike Höfs – Querflöte, Beate Weis – Violine, Barbara Linke-Holicka – Viola und Marc Froncoux – Violoncello ausgeführte Programm enthielt diesmal Werke von Mozart, Schubert sowie vom Beethoven-Schüler Ferdinand Ries und stand unter dem Motto „Anmut und Spielfreude“. Dieses dem Genre der gebotenen Werke zugemessene Motto durften sich die vier höchst agil musizierenden Solisten in jeder Hinsicht auch selbst zugutehalten. Mit geradezu gourmethafter Genussfreude würzten sie die von ihnen aufbereiteten musikalischen Delikatessen und ließen die Zuhörer an deren Feinheiten intensiv teilhaben.

Mit dem Flötenquartett C-Dur betrat Mozart seinerzeit in gewisser Hinsicht noch Neuland, fand darin aber zugleich mit wiederum traumwandlerischer Sicherheit zu neuen Ausdrucksmöglichkeiten, die von der Flötistin Ulrike Höfs und den sie begleitenden Streichern in virtuos strahlender Präsenz umgesetzt wurden. Vergnügliche Beigabe in diesem Werk: der Einsatz eines Schellenkranzes zur Unterstreichung tänzerischer Elemente.

Tänzerischer Schwung „voller Anmut und Spielfreude“ durchzog auch Franz Schuberts Flötenquartett g-Moll. Diese mit sensiblem Gespür geschaffene interessante Bearbeitung einer ursprünglichen Violinsonate überzeugte klanglich und dynamisch in jeder Hinsicht. Schuberts darauffolgendes Streich-Trio B-Dur bestach durch lückenlose Verschmelzung der Stimmen und eine wie immer makellose Intonation.

Mozarts sehr bekanntes Flötenquartett D-Dur durfte in diesem Programm natürlich nicht fehlen. Kostbares Kabinettstück hier die von der Flöte elegisch-sehnsüchtig interpretierte Melodik über dem effektvoll eingesetzten Pizzicato-Satz der Streicher.

Für manchen Zuhörer überraschend dürfte der bereits in die spätere Romantik weisende Stil des Beethoven-Freundes Ferdinand Ries sein. Kühne sinfonische Dramatik in kapriziösen Läufen, Motiven und Tonartwechseln verlangte den vier Solisten einen hohen Einsatz ihrer technischen und gestalterischen Fähigkeiten ab, die sie mit spürbarem Temperament unter Beweis zu stellen wussten.

Den abschließenden dankbaren Beifall der begeisterten Zuhörer beantworteten die Musiker mit der Zugabe eines kurzen „Irish Folk Dance“.

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