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Abschiedkonzert zu Ehren von Ellen Steffen am 19. Mai 2017

Bunte Vielfalt: Ellen & Friends

„Krönungskonzert“ könnte man die Veranstaltung nennen, die das Lehrer-Kollegium der Kreismusikschule Leer für den 19.Mai 2017 organisiert hatte – als Geste des Danks an die überaus fruchtbaren zehn Jahre mit Ellen Steffen (Broy) in ihrer Eigenschaft als höchst verdienstvolle Schulleiterin. Sowohl der neue Schulleiter Heinz Gassenmeier als auch der Initiator des Konzerts, Christian Nau, ließen in ihrer Begrüßung noch einmal die vielen Merkmale und beachtlichen Schwerpunkte der zurückliegenden Jahre revuepassieren.

Als „Überraschungskonzert“ proklamiert, demonstrierte das Programm eine vom Lehrerkollegium geradezu liebevoll zusammengestellte „bunte Vielfalt“ an Darbietungen – von Klassik bis zur Popular-Musik. Zu Beginn gestalteten Carin Brenninkmeijer-van Vleeren - Saxophon und Jadwiga Scharonow - Klavier hingebungsvoll und zuweilen schalkhaft drei Sätze aus der „Suite Romantique“ von Robert Planel.

Was unmittelbar darauf folgte, war jene bereits apostrophierte Krönung des Programms: Ellen Steffen ließ es sich nicht nehmen, sich ihrerseits musikalisch für die gemeinsamen zehn Jahre zu bedanken – und zwar in Form der höchst anspruchsvollen, hoch virtuosen Sonate Nr.3 h-Moll von Frédéric Chopin. Diesen „Brocken“, wie Christian Nau ihn ankündigte, wollte sie verständlicherweise gerne so früh wie möglich ins Programm positionieren, um danach entspannt den weiteren Verlauf des Abends genießen zu können. Sie hatte sich überreden lassen, sich nicht einfach mit eigenen „kleinen Beiträgen“ am Programm zu beteiligen, sondern die Gelegenheit einmal zu nutzen, mit diesem zentralen Meisterwerk ihr enormes künstlerisches Können unter Beweis zu stellen. Die atemlose Stille im Saal während des gesamten Werks ließ die bewundernde Anerkennung der Zuhörer für Ellen Steffens künstlerisch und technisch hochkompetente Interpretation erkennen. – Die in dieser Sonate häufig abrupt aneinanderstoßenden gegensätzlichen Elemente aus Fortissimo-Akzenten, choralhaften Passagen, lyrischen Motiven und rasanten Leggiero-Einflechtungen dürften mit Sicherheit Vorbilder für spätere Komponisten wie etwa Sergej Rachmaninow geliefert haben.

Nach der Pause überraschten Angela Kötzsch und Konstantin Scharonow, begleitet von Jadwiga Scharonow am Klavier, die Zuhörer unter Einsatz ausdrucksvoller Mimik mit dem bekannten Duett aus dem „Phantom der Oper“ von Andrew Lloyd Webber.

In weicher Tongebung und mit bescheidenem Charme lieferte Polina Gorshkova ein Beispiel ihrer kunstvoll-kühnen Spieltechnik auf der Traversflöte anhand Carl Philipp Emanuel Bachs Solo-Sonate.

„Vater Bachs“ bekannte Air aus seiner 3.Orchester-Suite erklang dann in einer Bearbeitung für Klavier, gespielt von Pianist Roelof Oostmeijer, der dem Stück noch eine eigene Mazurka-Komposition hinzufügte.

Pianist Christian Nau, der bereits eine Zeit in Argentinien verbracht hatte, ist lebhafter Botschafter des Tangos, und so spielte er in gebührend leidenschaftlicher Manier „La Bordona“ – von Emilio Balcarce.

Henk-Doeke Odinga präsentierte aus seinem kompositorischen Schaffen auf dem Klavier seine technisch experimentellen „Variationen über ein Ostinato in d-Moll“ sowie einen von ihm so betitelten koboldhaften „Narrentanz“.

Um die Palette pianistischer Formen zu ergänzen, spielten Ellen Steffen und Christian Nau den Allegro-Schluss-Satz aus Mozarts vierhändiger Klaviersonate F-Dur.

Als Reminiszenz an die vor einigen Jahren erlebte Open-Air-Aufführung des Shakespeare-Stücks „Romeo und Julia“ präsentierten abschließend Angela Kötzsch – Gesang, Christian Nau – Klavier und Peter Scharonow – E-Bass gemeinsam den Titel „Fragile“ von Sting.

Langer herzlicher und dankbarer Beifall aller Anwesenden bildete den offiziellen Schlusspunkt, dem sich erwartungsgemäß – wie schon in der Pause – lebhafte Gespräche und Erinnerungen anschlossen.

Bericht und Fotos: Martin Gadow

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