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4. Schlosskonzert am 15. Dezember 2016

Entdeckungen zu zweit und zu dritt

„Entdeckungen zu zweit und zu dritt“, so lautete das Motto des letzten Schloss-Konzerts der „Deutschen Kammerphilharmonie Bremen“ im Saal der Evenburg-Vorburg in diesem zu Ende gehenden Jahr. Drei hochkarätige Solisten dieses Orchesters beschenkten die Zuhörer in vorweihnachtlichem Ambiente wiederum mit einem hoch virtuos präsentierten Programm.

 

Die ersten beiden Kompositionen hatte der mitwirkende Oboist Ulrich König für sich und seine Kolleginnen, Rie Koyama – Fagott, und Imani Kimiko – Klavier, sehr effektvoll arrangiert. So ließen die ersten beiden Kompositionen – der Andante-Satz aus Ludwig van Beethovens Oktett Es-Dur sowie das Allegro aus der Cello Sonate e-Moll von Johannes Brahms trotz dieser Umarbeitung für drei Instrumente nichts an Lebendigkeit und Klangvielfalt zu wünschen übrig. Denn der hohe Klangsinn der drei Musiker, gepaart mit eindringlicher Gestaltung der melodischen und harmonischen Abläufe fügte die Werke zu einer neuen, in sich geschlossenen Ganzheit zusammen.

Französische Komponisten dominierten im weiteren Verlauf des Konzerts mit Original-Werken. Aus der Feder von Camille Saint-Saëns stammten die Sonaten für Fagott und Klavier bzw. für Oboe und Klavier. Fagottistin Rie Koyama konnte im ersten Stück eindrucksvoll die große Ausdrucksvielfalt und den erstaunlich großen Tonumfang ihres Instruments demonstrieren. Den warmen Klang ihrer Tongebung in langsamen Passagen sowie andererseits lebhaft gewitzte Sprünge unterstrich sie mit tänzerisch wiegendem Körperschwung.

Im Kontrast zu den gehörten tiefen Tonlagen schwang sich Ulrich König mit seiner Oboe in luftig brillante Höhen auf, überzeugend symbolische Klangbilder wie Hirtenrufe, tänzerisches Schweben oder energisches Marschieren darstellend, die er zu einem sich dramatisch zuspitzenden triumphalen Schluss hinführte.

Voller überraschender Ideen sind immer wieder die Kompositionen von Francis Poulenc. Dessen Trio wurde in temperamentvoll parlierenden, teils spritzig-frechen Akzentuierungen oder lyrischer Melodik mit leidenschaftlicher Verve glanzvoll gestaltet. An dieser Stelle verdient nun schließlich auch die Pianistin Imani Kimiko noch einmal besondere Erwähnung, die das gesamte Geschehen mit ihrer punktgenauen, einfühlsam gestaltenden Dynamik und einer kraftvollen Virtuosität souverän zusammenhielt. – Zwei Zugaben belohnten abschließend den begeisterten Applaus der Zuhörer.

 - Martin Gadow -

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